Grußwort des Präsidenten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Prälat Dr. Peter Neher

Digitalisierung weckt Hoffnungen und macht Angst. Der Einsatz digitaler Technologienverändert unseren Alltag rasant. Nicht nur das Kommunikationsverhalten, auch unsere Art zu konsumieren oder Informationen zu sammeln ist eine andere geworden. Vieles ist schneller und unkomplizierter verfügbar. Digitalisierung birgt enorme Chancen für unser Zusammenleben. Sie hilft beispielsweise Menschen mit Behinderung, Barrieren abzubauen und die Lebensqualität zu steigern. Sie kann aber auch die gesundheitliche unterstützen, wenn man etwas an die automatische Übermittlung von Daten und deren Auswertung denkt. Gleichzeitig werfen die digitalen Entwicklungen viele Fragen auf. Die Flut an Daten kann zur Einschränkung der Persönlichkeitsrechte und Verletzung der Privatsphäre führen. Zudem können sich bestehende soziale Ausgrenzungen verstärken und neue entstehen.
Ob optimistisch oder pessimistisch - beide Perspektiven haben ihre Berechtigung und spiegeln sich in den Debatten wider, die in der Sozialwirtschaft geführt werden. Denn die Digitalisierung verändert nicht nur Arbeitsprozesse und Geschäftsmodelle, sie macht es auch notwendig anders über Teilhabe nachzudenken.. Durch ihr Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben die Sozialverbände hier besondere Stärken. Umso wichtiger ist es, nicht nur ängstlich darüber zu diskutieren, wie unsere Gesellschaft digitaler wird, sondern auch optimistisch darüber, wie wir diese menschlich gestalten können. Dies geht nur, wenn Vertreter der Wissenschaft, Politik, Verbände, Dienstleister, Mitarbeitende und Kunden miteinander das Gespräch suchen.
Der ConSozial, ihren Veranstaltern, Besucherinnen und Besuchern wünsche ich dabei viele Impulse und Anregungen für ihre eigene Arbeit.

Unterschrift Prälat Dr. Peter Neher

Prälat Dr. Peter Neher
Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege
Präsident des Deutschen Caritasverbandes

 

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