Grußwort der Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Gerda Hasselfeldt

Immer mehr Menschen in unserem Land sind einsam und fühlen sich alleingelassen. Einsamkeit hat viele Gründe. Seit langem verzeichnen wir einen Wandel der Lebensmodelle. Familiäre Bindungen nehmen ab. Individualisierungstendenzen werden stärker. Die Zahl der  so genannten Single-Haushalte steigt. Aber auch zunehmende Mobilitätsanforderungen oder die Ausdünnung des ländlichen Raums führen zu mehr Einsamkeit. Der digitale Wandel kann Menschen zusammenbringen. In der Realität verstärkt er aber vielfach auch Isolation und Vereinsamung.

Umso wichtiger ist es, das Thema aufzugreifen und ein Gegengewicht zu setzen. Die Sozialwirtschaft hat das Potential dazu. Mit ihren Diensten, Einrichtungen und Beratungsstrukturen stärken die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege den sozialen Zusammenhalt in unserem Land. Sie bieten eine Plattform für freiwilliges Engagement und schaffen Orte der Begegnung.

Die Menschen, die sich als Hauptamtliche oder Ehrenamtliche in der Freien Wohlfahrtspflege engagieren, leisten viel, damit unsere Gesellschaft menschlich bleibt und alle ihren Platz darin finden. Teilhabe für alle zu ermöglichen, darin liegt eine zentrale Aufgabe der Freien Wohlfahrtspflege. Deshalb begrüße ich es, dass Einsamkeit oder – positiv ausgedrückt – der soziale Zusammenhalt auf der ConSozial breit diskutiert wird und fachliche sowie politische Lösungen erarbeitet werden.

Die diesjährige ConSozial greift ein wichtiges Thema zum richtigen Zeitpunkt auf. Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern einen informativen und ertragreichen Kongress.

Unterschrift Gerda Hasselfeldt
Gerda Hasselfeldt
Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege

Diese Seite teilen